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Wetterthema

04.06.2021

Starkregen

Zahlreiche Gewitter brachten am Donnerstag zum Teil heftigen Regen. Mancherorts traten Bäche über die Ufer und liefen Keller voll. Wir blicken auf einige Messwerte.

Ein flaches Tief hat am Donnerstag zusammen mit feuchter Luft aus dem Mittelmeerraum für schwere Gewitter gesorgt. Vor allem die Westhälfte des Landes war davon betroffen. Wegen einer nur schwachen Höhenströmung zogen die Gewitter relativ langsam. Entsprechend verteilte sich der Niederschlag aus einem einzelnen Gewitter auf ein nur kleines Gebiet. So kam mancherorts innerhalb weniger Stunden annähernd das gesamte Monatssoll für den Juni an Regen herunter. Rund 35000 Blitzentladungen wurden am Donnerstag in Deutschland gezählt.

Unsere Abbildung zeigt den Regen, wie er in der Summe am Donnerstag gefallen ist. An den gelb oder orange eingefärbten Stellen prasselte am meisten Regen herunter. In Bad Zwischenahn in Niedersachsen wurden insgesamt 38 Liter pro Quadratmeter registriert (l/m²). Soest in Nordrhein-Westfahlen kam auf 58 l/m² und Frankfurt am Main auf 28 l/m². Im rheinland-pfälzischen Rockenhausen fielen 42 l/m², davon allein 41 l/m² innerhalb einer Stunde.

Am Wochenende setzt sich die gewittrige Wetterlage insgesamt fort. Weiterhin muss mit lokalen Unwettern gerechnet werden. Größtenteils verschont dürften die Gebiete etwa nordöstlich der Elbe bleiben. Am Sonntag wird sich die Situation voraussichtlich auch im Westen des Landes entspannen.

Freitag, 4. Juni 2021

Dipl.-Met. Rainer Behrendt
ARD-Wetterredaktion

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