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Wetterthema

04.01.2019

Neuschnee

Im Südosten fällt bis Sonntag viel Neuschnee

Zwischen einem Hoch über den Britischen Inseln und Irland und einem sich von Finnland nach Osteuropa verlagernden Tief gelangt in den nächsten Tagen feuchte Polarluft über die Nordsee in weite Teile Deutschlands. Vor allem im Stau der Alpen sowie in den Ostalpen fallen dabei zum Teil enorme Neuschneemengen.

Bereits am Freitag schneite es in der Südhälfte Bayerns verbreitet, Richtung Alpen und Bayerischem Wald auch kräftig. Durch die Stauwirkung der Gebirge in Verbindung mit dem anhaltenden Zustrom feucht-kalter Luft aus Nordwesten werden sich die Neuschneemengen bis Sonntag vor allem in den Ostalpen auf bis über einen Meter akkumulieren. Zudem kommt es in den Hochlagen des Erzgebirges und der Alpen zu Schneeverwehungen.

Aber auch im Alpenvorland ist mit bis zu 50 cm Neuschnee zu rechnen. In weiten Teilen Bayerns, sowie in Baden-Württemberg auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald können immerhin noch bis zu 30 cm zusammen kommen.

Dabei fällt der Schnee zunächst bis in die Niederungen. Im Laufe des Samstags steigt die Schneefallgrenze dann zwar kurzfristig auf 800 bis 1000 Meter an, sinkt jedoch wieder auf etwa 500 bis 700 Meter ab.

Da in vielen Bundesländern die Winterferien enden, droht ein im Rückreiseverkehr am Wochenende ein Verkehrschaos. Auf vielen Strecken im Alpenraum besteht bereits jetzt schon Schneekettenpflicht. Auch die Bahn Deutsche Bahn warnt vor Verkehrsbedingten Ausfällen.

Alle Wintersportler, die noch die Ferien genießen, sollten die erhöhte Lawinengefahr im Auge behalten. Vor allem in den Ostalpen besteht aktuell schon eine hohe Gefahr und in den kommenden Tagen droht sich in Verbindung mit dem Neuschnee die Situation noch weiter zu verschärfen.


Freitag, 4. Januar 2019

Tim Staeger
ARD-Wetterredaktion

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