Wetterthema | tagesschau.de

Wetterthema

19.09.2022

Regenmengen

Regen- und Graupelschauer, kurze Gewitter und Regenfälle brachte der Sonntag je nach Region. Wir blicken zurück auf die Wettersituation und die gefallenen Regenmengen.

Deutschland lag am Sonntag im Einflussbereich eines Tiefdrucksystems, das sich von Skandinavien bis ins mittlere und südöstliche Europa erstreckte. Mit einer lebhaften nordwestlichen Strömung floss kühle und feuchte Meeresluft polaren Ursprungs heran. In ihr entwickelten sich im Norden zahlreiche Schauer, die örtlich als Graupel fielen und von Blitz und Donner begleitet wurden. In Beverstedt im Landkreis Cuxhaven kamen dabei von Sonntag- bis Montagfrüh 19 l/m² (Liter pro Quadratmeter) an Niederschlag zusammen, wie unsere Abbildung zeigt. In der Gemeinde Tribsees im Landkreis Vorpommern-Rügen fielen 14 l/m², in Staaken, einem Ortsteil von Berlin-Spandau, wurden 9 l/m² registriert.

Deutschlandweit betrachtet bekamen die mittleren Landesteile und einige Regionen Bayerns den meisten Regen ab. Dort machte sich ein kleines Tief bemerkbar, welches in die angesprochene nordwestliche Strömung eingelagert war und am Sonntag für länger anhaltenden Regen sorgte. Stellenweise kamen so mehr als 25 Liter Regen zusammen, wie etwa in Bad Staffelstein in Franken oder Gedern in Mittelhessen. Lüdenscheid im Bergischen Land und der Große Arber im Bayerischen Wald erreichten sogar 35 l/m² beziehungsweise 50 l/m².

In der Nacht zum Montag kam das Regengebiet weiter in den Süden der Republik voran, schwächte sich dabei insgesamt aber ab. Lediglich im Stau an der Alpennordseite blieb der Regen ergiebig, wo beispielweise im Chiemgau in der Gemeinde Aschau 36 l/m² gemessen wurden. Freudenstadt im Nordschwarzwald konnte noch 10 l/m² vermelden.


Montag, 19. September 2022

Dipl.-Met. Rainer Behrendt,
ARD-Wetterkompetenzzentrum

Alle Wetterthemen

Darstellung: