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Wetterthema

25.07.2022

Abkühlung

Wenngleich der dringend notwendige Landregen nicht zu den Kernkompetenzen dieses Sommers zu zählen scheint, sorgen Ausläufer von Tiefdruckgebieten und Luftmassenwechsel doch ab und zu für ein wenig Abwechslung. Auf sehr heiße Tage folgen so immer wieder einmal Tage mit normalen Temperaturen.

Am Montag erreicht die dieses Mal eher kurze Hitzewelle ihren Höhepunkt. Ein Hoch über dem östlichen Mitteleuropa bestimmt zunächst das Wetter. Im Tagesverlauf greift auf den Westen des Landes der Ausläufer eines Tiefs bei Skandinavien über. Mit dessen Annäherung verstärkt sich die Zufuhr heißer Luft aus Südwesteuropa. Rückseitig gelangt kühlere Luft vom Atlantik zu uns, die in der Nacht schließlich auch die östlichen Landesteile erreicht. Der Luftmassenwechsel bringt gebietsweise Schauer und Gewitter mit der Gefahr lokaler Unwetter – insbesondere durch orkanartige Windböen.

In der neuen Luftmasse liegen die Höchstwerte am Dienstag zum Teil deutlich unter denen vom Montag, wie unsere Abbildung zeigt (Kelvin, abg. K, wird für Temperaturdifferenzen verwendet. Die Zahlenwerte entsprechen denen der Einheit Grad Celsius, abg. °C). Von der Mitte bis in den Nordosten der Republik fällt die Abkühlung am stärksten aus. Hier gehen die Tageshöchstwerte gegenüber Montag um rund 10 Kelvin zurück, gleiches gilt für den Alpenrand. Nach Westen hin ist der Temperrückgang eher moderat mit Werten um die -5 Kelvin. Dort macht sich am Montagnachmittag bereits die kühlere Luft bemerkbar und dämpft zu diesem Zeitpunkt die Tageshöchstwerte.

Montag, 25. Juli 2022

Dipl.-Met. Rainer Behrendt,
ARD-Wetterredaktion

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