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Wetterthema

16.06.2022

Wassertemperaturen

Das Wochenende wird im Süden und in der Mitte heiß, weshalb jede Abkühlung willkommen sein wird. Wir werfen den Blick auf ein paar Temperaturen an der und im See...

Alle Nordlichter können, je nach Gemütslage, entweder aufatmen oder enttäuscht sein, denn für die Regionen von Emden über Bremen, Hamburg, Schwerin und Ueckermünde wird es keine Hitze geben. Nicht mal ein Tag mit 30°C ist dort angedacht. Etwas weiter südlich, wir bleiben aber immer noch im Norddeutschen Tiefland, wird es eher ein Hitzewellchen. Samstag, von Nordrhein-Westfalen und dem südlichen Niedersachsen bis nach Brandenburg definitiv 30°C und mehr, am Sonntag verlagert sich die Hitze aber schon in den östlichen Bereich und in Nordrhein-Westfalen sowie in großen Teilen Niedersachsens wird es kühler; wieder meist unter der 30-Grad-Marke.
Für den gesamten Rest gilt am Samstag und Sonntag: Heiß bis sehr heiß mit 31 bis 38°C. Für Monatsrekorde des gesamten Junis wird es wohl nicht reichen, für Rekorde für die zweite Junidekade (11. bis 20. Juni) wohl schon. Von Sonntag auf Montag drückt eine Kaltfront aus Norden die Heißluft ins südliche Bayern und Baden-Württemberg zurück. Es ist aber zu betonen: So richtig einig sind sich die Modelle diesbezüglich noch nicht. Es besteht die Chance, dass auch am Montag die Hitze noch in der Mitte verweilt.

Da die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland sowie einige katholisch geprägte Landkreise in Sachsen und Thüringen ein verlängertes Wochenende haben (Fronleichnam), dürfte es viele Menschen ins Freibad, an Seen oder an Flüsse ziehen, um sich abzukühlen.

Unsere Abbildung zeigt einige ausgewählte, über die Republik verteilte Badegewässer und ihre entsprechenden Wassertemperaturen vom heutigen Donnerstag. Da dürften bei den Höchsttemperaturen in den kommenden Tagen noch 1 bis 2 Grad drauf kommen. Nord- und Ostsee werden sich aber kaum erwärmen, da dort die Lufttemperaturen über das Wochenende um die 20-Grad-Marke pendeln oder mal 25 Grad erreichen. Auch unsere Flüsse bieten Abkühlungen. Allerdings muss man dort ganz besonders aufpassen wegen Strömungen und eventuellem Schiffsverkehr. Testen Sie einen Ihnen unbekannten Fluss erst langsam, also springen Sie niemals einfach so hinein. Meiden sollte man, eigentlich selbstverständlich, Brückenpfeiler, Stauwehre oder –stufen und Bereiche an Kraftwerken. Und Kopfsprünge sind ebenfalls eine schlechte Idee, genauso wie Alkoholgenuss beim Baden oder Schwimmen.


Dipl.-Met. Michael Köckritz
ARD-Wetterredaktion

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