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Wetterthema

07.07.2021

Wassertemperatur

Die Wassertemperatur der Meeresoberflächen strebt ihrem jährlichen Maximum entgegen.

Obwohl die Tage seit dem 21. Juni ganz allmählich schon wieder kürzer werden, steigt die Meeresoberflächentemperatur noch weiter an. Denn die obersten Wasserschichten erwärmen sich sehr träge und werden von der immer noch hochstehenden Sommersonne auch in den kommenden Wochen weiterhin aufgeheizt.

Die Ozeane sind riesige Wärmespeicher, da einerseits das Wasser eine sehr hohe Wärmekapazität besitzt, d.h. es bedarf einer großen Energiemenge um seine Temperatur zu erhöhen, und andererseits eine riesige Wassermenge in den Weltmeeren vorhanden ist. Die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen beschränken sich lediglich auf die obersten etwa 50 bis 100 Meter, die sogenannte Mischungsschicht. Die Temperaturverteilung der Tiefsee bleibt nahezu unverändert. Dadurch reagieren die Meere sehr träge auf die jahreszeitlichen Veränderungen der Sonneneinstrahlung und hinken dem Sonnenstand etwa 6 bis 8 Wochen hinterher.

Die Temperaturen an Nord- und Ostsee sind mit aktuell 19 bis 22 Grad schon badetauglich. In den nächsten Wochen wird sich das küstennahe Wasser dort noch um 2 bis 4 Grad erwärmen. Im Golf von Biskaya kann man sich im 20 bis 22 Grad kühlen Nass durchaus bereits gut erfrischen. Vor der Portugiesischen Küste ist das Wasser mit 19 bis 21 Grad in Lissabon in etwa so warm wie an den deutschen Küsten.

Wem das zu kalt ist, der sollte sich dem Mittelmeer zuwenden, das nicht ohne Grund gern auch als größte Badewanne der Welt bezeichnet wird. Denn hier reichen die Wassertemperaturen von etwa 20 bis 24 Grad im westlichen Mittelmeer über 26 bis 27 Grad an den Süditalienischen Küsten bis zu 28 Grad an der türkischen Riviera und vor Zypern. Auch im Schwarzen Meer dürfte ein Badeurlaub bei 23 bis 25 Grad zumindest nicht an der Wassertemperatur scheitern.

Mittwoch, 7. Juli 2021

Tim Staeger
ARD-Wetterredaktion

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