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Wetterthema

01.04.2021

Osterextreme

Welche Wetterextreme sind an Ostern möglich?

Da Ostern immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling fällt, kann der Termin zwischen dem 22. März und dem 25. April liegen. Da innerhalb dieses Zeitfensters der Sonnenstand deutlich zunimmt, ist auch die Spannbreite an unterschiedlichen Temperatur- sowie Wetterbedingungen an Ostern sehr groß.

Das wärmste Osterfest der letzten Jahrzehnte gab es am im Jahr 1949. Entlang des Oberrheins wurde damals an einigen Wetterstationen die 30 Grad Marke erreicht oder sogar deutlich überschritten. So auch in Bernkastell-Kues. Hier stieg das Thermometer am 17. April 1949 sogar auf heiße 31,2 Grad im Schatten an. Aber auch die letzten Jahre zeigen, dass sommerliche Temperaturen an Ostern durchaus öfter vorkommen können. Im Jahr 2019 reichte es beispielsweise am Ostersonntag in Baden-Baden für stattliche 27,8 Grad. In Bensheim wurde mit 27,1 Grad ebenfalls ein Sommertag erreicht.

Die Nacht auf Ostersonntag, den 23. April 2000 war mit einer Tiefsttemperatur von 17,6 Grad in Berlin-Tegel rekordverdächtig mild. An diesem Osterfest gab es in Berlin und Umgebung verbreitet einen offiziellen Sommertag mit Höchstwerten über 25 Grad, in Potsdam wurden sogar 30,0 Grad registriert.

Aber Ostern kann eben auch sehr winterlich verlaufen, wie beispielsweise in 2008 als Ostersonntag auf einen sehr frühen Termin, den 23.3. fiel. Pünktlich zu den Feiertagen gab es einen späten Winterrückfall als polare Meereskaltluft bis zu den Alpen vorstieß. In dieser Kaltluft kam es verbreitet zu Schneefällen, die bis in die Niederungen liegen blieben. So war beispielsweise in Chemnitz am Ostermontag die Neuschneedecke bis auf 14 cm angewachsen.
Aber auch in Landau, am Rande des Pfälzer Waldes kamen zu den bereits liegenden 11 cm nochmals 10 cm Neuschnee hinzu. In Bad Harzburg auf knapp 200 m ü. NN. Wurde mit rund 20 cm Neuschnee ein neuer Monatsrekord für März aufgestellt.

Dies dämpfte natürlich auch die Temperaturmaxima am 23. März 2008. In der Mitte und im Süden gab es vielerorts nur knapp positive Höchstwerte. An einigen Stationen wurde sogar ein Eistag, also ein Tag, an dem die Temperatur nicht über 0 Grad hinaus ansteigt, erreicht. In Schierke im Harz stieg die Temperatur nicht über minus 4,3 Grad an. In der darauffolgenden Nacht zum 24. März 2008 sanken die Temperaturen oft auf Werte zwischen minus 5 und minus 10 Grad ab. In Villingen-Schwenningen gab am Ostermontagmorgen mit minus 13,9 nochmals strengen Frost - kein Scherz!

Donnerstag, 1. April 2021

Tim Staeger
ARD-Wetterredaktion

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