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Wetterthema

07.10.2019

Regen vom Sonntag

Dauerregen brachte der Sonntag dem Süden und Westen des Landes, viel Sonnenschein hingegen dem Nordosten. Wir blicken auf die Wetterlage und einige Messwerte.

Das Tief, welches für die Regenfälle verantwortlich war, entstand bereits am Samstagnachmittag bei Irland – dort noch als Randtiefs eines größeren Tiefs weit im Norden bei Grönland. In der Folge wandelte sich das Randtief zu einem eigenständigen Tief und zog bis Sonntagabend mit seinem Zentrum weiter zu den Niederlanden.

Seine Bewölkung und erster Regen erreichten in der Nacht zum Sonntag den Westen und Südwesten Deutschlands. Die Wolken kamen im Lauf des Sonntags etwa bis zur Elbe voran, während sich der Regen auf die Gebiete südlich einer Linie Münsterland – Fichtelgebirge ausbreitete.

Abgesehen von der Ostseeküste, wo einzelne Schauer auftraten, kamen vor den Wolken im Nordosten bis zu 10 Sonnenstunden zusammen, wie etwa im mecklenburgischen Trollenhagen. Vom Westen und Südwesten bis in die Mitte war die Sonne vielerorts gar nicht zu sehen. Stattdessen fiel zum Teil länger anhaltend Regen. In Oberstdorf im Allgäu beispielsweise regnete es insgesamt 20 Stunden lang.

Vom Niederrhein bis zum östlichen Alpenrand und südwestlich davon summierte sich der Regen am Sonntag und in der Nacht zum Montag verbreitet auf 5 bis 20 l/qm (Liter pro Quadratmeter), wie unsere Abbildung zeigt. Stellenweise kamen mehr als 30 l/qm zusammen, wie in Sigmarszell am Bodensee oder in Neckargemünd im Odenwald.

Montag, 7. Oktober 2019

Dipl.-Met. Rainer Behrendt
ARD-Wetterredaktion

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