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Wetterthema

16.07.2019

Partielle Mondfinsternis

In der Nacht zum Mittwoch tritt der Mond für einige Zeit in den Kernschatten der Erde. Während des Himmelspektakels färbt sich der Erdtrabant rostrot. Doch nicht überall wird der Blick zum Himmel frei sein.

Das Hauptereignis findet zwischen 22 und 1 Uhr statt und wird seinen Höhepunkt gegen 23:30 Uhr erreichen. Dann werden 65 % des Mondes im Kernschatten liegen – 100 % wären es bei einer totalen Mondfinsternis. Während des Beobachtungszeitfensters befindet sich der Mond nur in etwa 10 bis 15 Grad über dem südöstlichen bis südlichen Horizont. Es lohnt sich also, einen freien oder erhöhten Standort aufzusuchen.

In einigen Teilen des Landes werden allerdings Wolken einer Himmelsbeobachtung im Wege stehen. Am besten stehen die Chancen im Süden. Dort werden nur wenige Wolken vorhanden sein, am ehesten noch einige Schleierwolken, die aber kaum stören.

Relativ schlecht sieht es hingegen aus in einem Streifen von Ostfriesland und dem Emsland bis ins Erzgebirge. Dort halten sich die meisten Wolken, was einem fortwährenden Zustrom feuchter Meeresluft geschuldet ist. Etwas weiter südlich und nördlich schließt sich je ein Bereich mit „mäßiger“ Chance an. In diesen Regionen lockern die Wolken zeitweise auf. Größere und längere Zeit währende Auflockerungen darf man schließlich im Nordosten erwarten, der Föhneffekte im Windschatten des Skandinavischen Gebirges ausnutzen kann.


Dienstag, 16. Juli 2019

Dipl.-Met. Rainer Behrendt
ARD-Wetterredaktion

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