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Wetterthema

23.04.2019

Waldbrandgefahr

Durch die trockene Witterung besteht vor allem im Nordosten eine sehr hohe Waldbrandgefahr

Um diese Jahreszeit ist die Belaubung der Bäume und niedrigen Pflanzen noch nicht abgeschlossen, wodurch die Waldböden schneller austrocknen, als bei vergleichbarer Witterung im Sommer. In Verbindung mit dem kräftigen Ostwind und der anhaltenden Trockenheit ist besonders im Nordosten die Waldbrandgefahr bereits sehr stark angestiegen.

Die Waldbrandgefahr wird, wie international üblich in fünf Gefahrenstufen unterteilt und reicht von Stufe 1 (sehr gering) bis Stufe 5 (sehr hoch). Bei der Ermittlung der Gefahrenstufe werden die Höchsttemperatur, die relative Luftfeuchte, die Windgeschwindigkeit und natürlich die Niederschlagssumme berücksichtigt. Weiterhin spielt der Vegetationsstand eine bedeutende Rolle, weswegen anhand von sogenannten Zeigerpflanzen der Entwicklungsstand der Pflanzen abgeschätzt wird.

Die unterschiedlichen Baumarten werden hinsichtlich ihrer Zünd- und Brennfähigkeit in drei Klassen eingeteilt. Dadurch wird es möglich die unterschiedlichen Waldlandschaften hinsichtlich ihres Baumbestandes zu bewerten und regionale Korrekturen der Gefährdungsstufen vorzunehmen. Der Deutsche Wetterdienst berechnet routinemäßig die Waldbrandgefahr in Deutschland und stellt täglich aktualisierte Gefahrenkarten im Internet bereit.

In den gefährdeten Regionen verbietet sich selbstredend offenes Feuer abseits ausgewiesener Grillstellen. Auch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe kann bereits einen Brand auslösen. Selbst eine Glasscherbe oder die Abwärme eines Motors kann trockenes Gras entfachen. Also sollte man in den kommenden Tagen in den besonders gefährdeten Gebieten besondere Vorsicht walten lassen.

Dienstag, 23. April 2019

Tim Staeger
ARD-Wetterredaktion

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