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Wetterthema

10.04.2017

Aktuelle Waldbrandgefahr

Seit knapp 2 Wochen dominiert in Mitteleuropa eine recht milde und stabile Hochdruckwetterlage. Im Zusammenspiel mit dem derzeit sehr rasch voranschreitenden Vegetationswachstum wird die Waldbrandgefahr derzeit erneut zu einem ernst zunehmenden Thema.

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht täglich Karten, welche eine potenzielle Waldbrandgefahr aufzeigen. Die aktuellste Karte des Waldbrandgefahrenindexes (WBI) erkennt man im obigen Titelbild. Der WBI untergliedert sich in 5 unterschiedlichen Stufen, die von Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) bis hin zu Stufe 5 (sehr hohe Gefahr) die aktuelle Waldbrandgefahr darstellen.
Der WBI selbst setzt sich durch verschiedene Berechnungen stündlicher Werte von Temperatur, (flüssiger oder fester)Niederschlag, relativer Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit zusammen.

Sieht man sich nun die aktuelle Situation bezüglich der Waldbrandgefahr an, besteht das größte Risiko dafür derzeit im Süden und Osten (teilweise Warnstufe 4). Hier gibt es seit Frühlingsbeginn ein stetig wachsendes Niederschlagsdefizit. Offenes Feuer ist dort auf jeden Fall zu vermeiden, Glimmstängel sollten nicht unachtsam weggeworfen und Grillen sollte ausschließlich an ausgewiesenen Plätzen vorgenommen werden. Des Weiteren ist die Situation im Westen und Norden vergleichsweise ruhig. In diesen Regionen haben letzte Woche zwischenzeitliche Regenfälle und vereinzelte Gewitter für etwas Entspannung gesorgt.

Die sehr trockene Phase geht zumindest im Süden und Südwesten weiter. Hier sind bis zum Osterwochenende kaum bis nur sehr geringe Niederschläge, meist durch Schauer oder Gewitter, zu erwarten. Flächendeckende Regenfälle scheinen nur im Norden und Osten eine Entspannung der Gefahrenlage zu bringen.

10. April 2017
Marcel Herber
ARD-Wetterredaktion

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