Wetterthema | tagesschau.de

13.06.2014
Die zwei Seiten von "Ela"
Pfingsten bescherte uns Rekordhitze und feuchte Luft mit zum Teil unwetterartigen Gewittern. Am kommenden Wochenende und in weiterer Folge erwartet uns ganz anderes Wetter. Für diese Wettergegensätze ist ein und dasselbe Tief verantwortlich.
An Pfingsten lag Tief "Ela" relativ ortsfest auf dem Atlantik vor Irland. Zwischen diesem Tief und einem Hoch über Italien, welches in unserer Abbildung nicht dargestellt ist, floss feuchtheiße Luft aus Süden nach Deutschland. Inzwischen ist "Ela" jedoch weiter nach Osten gewandert. Am kommenden Wochenende wird "Ela" über Osteuropa erwartet. Statt ihrer warmen Vorderseite zeigt sich uns dann die kalte Schulter. Zwischen dem Tief und einem Hoch vor Irland erreicht uns nun kühle Luft polaren Ursprungs. Da sie über Skandinavien einströmt, wird vor allem der Sonntag nicht einmal unfreundlich. Doch wie sind die Wetteraussichten im Detail?
Am Samstag gibt es in Deutschland einen Wechsel aus Sonne und Wolken, bei dem allerdings meist die Wolken überwiegen. Die Sonne zeigt sich für 5 bis 10 Stunden, im Norden, wo es am Nachmittag freundlicher wird, auch länger. Es gibt Schauer, im Süden örtlich auch Gewitter. Die Höchstwerte reichen von 15 Grad im Harz bis 25 Grad am Oberrhein.
Am Sonntag ist Richtung Alpen mit einzelnen Schauern zu rechnen. Davon abgesehen wird der Tag recht freundlich mit 8 bis 14 Sonnenstunden und nur ab und zu ziehen Wolkenfelder vorüber. Die Höchstwerte reichen von 16 Grad an der Nordsee und bis 25 Grad am Oberrhein.
In der kommenden Woche liegt ein Hoch über den Britischen Inseln, während neue Tiefs von Skandinavien ins östliche Mitteleuropa ziehen. Sie streifen gelegentlich auch Deutschland. Wir liegen in einer schwachen nördlichen Strömung und die Luft erwärmt sich wieder etwas, so dass zum Teil sogar Werte um 25 Grad erreicht werden. Dabei ist es leicht wechselhaft. Es gibt Tage mit längeren freundlichen Abschnitten und solche mit dichteren Wolken, die örtlich Schauer oder Gewitter bringen.
Freitag, 13. Juni 2014
Dr. Ingo Bertram
ARD-Wetterredaktion