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30.05.2014
Mairückblick
Obwohl der zu Ende gehende Mai insgesamt deutlich zu nass ausfiel, wich die Sonnenscheindauer nur geringfügig vom langjährigen Mittel ab.
Wir werfen einen Blick auf die Bilanz in den einzelnen Bundesländern.
Der Mai hatte Einiges zu bieten. Ein Vorstoß trocken-kalter Polarluft brachte zum Monatsanfang mancherorts nochmals Nachtfrost. Bis zur Monatsmitte folgte darauf relativ kühles Wetter mit zeitweiligen Regenfällen. Etwa ab dem 20. des Monats gelangte für einige Tage sehr warme Luft vom Mittelmeer nach Deutschland, und erstmals in diesem Jahr wurde die 30-Grad-Marke geknackt. Der wesentliche Teil des Niederschlags fiel in diesem Mai, wie eigentlich erst im Sommer üblich, schauerartig oder während Gewittern, die teilweise kräftig waren.
In den meisten Bundesländern brachte der Mai daher mehr Regen, als man nach dem langjährigen Durchschnitt hätte erwarten können. So fällt die Niederschlagsbilanz, welche unsere Grafik in der rechten Bildhälfte zeigt, weit verbreitet positiv aus. Den größten Überschuss kann Sachsen-Anhalt mit 175 % des Monatssolls verzeichnen. Deutlich zu wenig Regen gab es lediglich in Baden-Württemberg. Passend dazu wurde der Wonnemonat dort seinem Ruf mehr als gerecht, denn die Sonne zeigte sich hier wie auch in Rheinland-Pfalz etwas länger als üblich, wie aus der Sonnenscheinbilanz im linken Teil der Abbildung hervorgeht. Aber auch im übrigen Land lag die Zahl der Sonnenstunden nicht weit von den Normalwerten entfernt.
Freitag, 30. Mai 2014
Dipl.-Met. Rainer Behrendt
hr/ARD-Wetterredaktion