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Wetterthema

27.05.2014

Regen seit Montag

Mairegen bringt Segen, meint der Volksmund. Doch die aktuellen Regenmengen schießen mancherorts über das Ziel hinaus.

Am Montag lagen der Süden und Westen Deutschlands innerhalb einer Tiefdruckzone, die sich von den Britischen Inseln und dem Norden Frankreichs bis zum Balkan erstreckte. Gleichzeitig bestimmte eine sehr feuchte und für Schauer und Gewitter anfällige Luftmasse das Wetter. Schauer und Gewitter traten dann auch verbreitet auf, insbesondere in einem Streifen, der von Nordrhein-Westfahlen über Hessen bis nach Bayern reichte. Hier kamen gebietsweise länger anhaltende Regenfälle hinzu.

So fielen hier von Montag früh bis Dienstag früh flächig zwischen 10 und 25 Liter pro Quadratmeter (siehe Grafik). In einigen Gebieten kamen Regenmengen von mehr als 25 l/qm, punktuell auch über 50 l/qm zusammen. Straßen waren zum Teil überflutet und mussten gesperrt werden. Keller liefen voll. An den Flughäfen in Frankfurt und München war der Flugbetrieb zeitweise beeinträchtigt. Die größte Regenmenge wurde mit 86 l/qm in Scheyern im Landkreis Pfaffenhofen in Oberbayern registriert.

Die Wetterlage ändert sich zunächst kaum. Daher muss noch bis einschließlich Donnerstag mit weiteren ergiebigen Regenfällen gerechnet werden. Der Schwerpunkt der Niederschläge wandert hierbei erst ein Stück in Richtung Norden. So werden bis Mittwochabend in einem Streifen, der vom Rheinland und Emsland bis nach Sachsen und Brandenburg reicht, Regenmengen von 30 bis örtlich 70 l/qm erwartet. Bis Freitag verlagert sich die Regenzone allmählich in den Süden Deutschlands, schwächt sich dabei insgesamt aber ab.



Dienstag, 27. Mai 2014

Dipl.-Met. Rainer Behrendt

ARD-Wetterredaktion

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