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Wetterthema

25.04.2014

Regen in Sicht

Landwirte, Gärtner und Allergiker wird es freuen: In einigen Regionen Deutschlands steht nun Regen bevor. Am Sonntag handelt es sich dabei nicht nur um lokal begrenzte Schauer und Gewitter, dann ist sogar flächiger Landregen dabei.

Unsere Grafik zeigt die erwarteten Regensummen bis Montagfrüh. Ganz im Norden bleibt es mancherorts das ganze Wochenende lang trocken. Geringer Regen zwischen 0,1 und 5 l/m² fällt in weiten Teilen des Norddeutschen Tieflands. Deutlich nasser wird es jedoch ab einer Linie Emsland-Erzgebirge. Vielerorts werden 10 bis 30 l/m² erwartet, im Bergland und dort, wo kräftige Gewitter niedergehen, zum Teil auch mehr als 30 l/m². Der Regen trifft genau die Gebiete, in denen es seit März am trockensten war. So hat sich das Niederschlagsdefizit seit dem 1. März in der Mitte und im Süden des Landes auf 50 bis 100 l/m² summiert. Die prognostizierten Regenmengen füllen das bei weitem nicht auf, sie stellen aber eine Entlastung dar. Der Norden geht zwar fast leer aus, dafür ist das Wasserdefizit dort, von den Alpen mal abgesehen, derzeit am geringsten. Doch wie gestaltet sich das Wochenendwetter im Einzelnen?

Am Samstag überwiegen in den südwestlichen Landesteilen die Wolken, es gibt aber nur einzelne Schauer. Sonst wechseln sich Sonne und Wolken ab. Während es in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern trocken bleibt, bilden sich in einem Streifen vom Südosten über die Mitte bis in den Nordwesten einige Schauer und Gewitter. Zum Teil sind diese kräftig. Mit 20 bis 24 Grad wird es vielerorts recht warm. Kühler ist es in den südwestlichen Landesteilen und an den Küsten.

Am Sonntag bleibt es in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern recht freundlich und trocken. In der Südwesthälfte hingegen fällt bei einem meist bedeckten Himmel zeitweise Regen, zum Teil auch für längere Zeit. In den Gebieten dazwischen gibt es eine Mischung aus Sonne und Wolken, wobei sich vor allem in den Mittelgebirgen Ostbayerns, im Erzgebirge und in einem Streifen über Thüringen, Nordhessen bis Nordrhein-Westfalen zum Teil kräftige Gewitter bilden. In der Nordosthälfte bleibt es dabei warm, im Süden werden es nur wenig über 10 Grad.

In der nächsten Woche ist der Norden in Sachen Sonnenschein zunächst begünstigt. Sonst ist es wechselhaft. Die Temperaturen liegen erst über dem Durchschnitt, in der zweiten Wochenhälfte könnte es dann aber spürbar abkühlen.

Freitag, 25. April 2014

Dr. Ingo Bertram
ARD-Wetterredaktion

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