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20.06.2013

01.02.2013

Wasser

Wie viel Wasser gibt es auf der Erde und wie viel ist davon in der Atmosphäre?

Seitdem die ersten Menschen unsere Erde aus dem Weltraum bestaunen durften, wird sie auch als Blauer Planet bezeichnet. Denn über zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Diese gewaltigen Wassermassen bilden das Reservoir für den globalen Wasserkreislauf, der im Wettergeschehen, aber auch für alles Leben von fundamentaler Bedeutung ist.

Doch wie viel Wasser gibt es auf der Erde? Es sind ungefähr 1,34 Trilliarden Liter, das heißt, nach der 134 folgen noch 19 Nullen! Davon befinden sich etwa 96,5 Prozent als Salzwasser in den Weltmeeren, die 71% der Erdoberfläche bedecken und im Mittel etwa 3700 Meter tief sind. Die restlichen etwa 50 Trillionen (hier folgen nur noch 18 Nullen) Liter Süßwasser befinden sich zu etwa einem Drittel als Grundwasser im Boden und knapp zwei Drittel sind als Eis, hauptsächlich in der Antarktis gebunden. Der Rest verteilt sich auf Seen, Flüsse.

Und was ist mit dem Regen, der vom Himmel fällt? Ach ja, in der Atmosphäre befindet sich ja auch noch ein bisschen Wasser, etwa 12,9 Billiarden Liter (das sind nur noch 15 Nullen), was lediglich etwa 0,001 Prozent des gesamten Wassers auf der Erde ausmacht. Doch damit ist die Zahlenspielerei noch nicht zu Ende. Denn Pro Jahr verdunsten über den Ozeanen etwa 1176 Liter pro Quadratmeter, also insgesamt etwa 425 Billiarden Liter. Der größte Teil, nämlich 385 Billiarden Liter fallen über den Ozeanen wieder als Niederschlag und der Rest, etwa 40 Billiarden Liter werden über die Kontinente transportier und fallen dort als Regen oder Schnee vom Himmel.

Über den Kontinenten verdunsten 480 Liter pro Quadratmeter und fallen durchschnittlich etwa 746 Liter pro Quadratmeter Niederschlag pro Jahr. Das entspricht ungefähr dem in Deutschland normalen Wert. Die überschüssigen 40 Billiarden Liter pro Jahr gelangen durch Flüsse und das Grundwasser wieder zurück ins Meer.

Aufgrund des sich ständig in der Atmosphäre befindlichen Wassers lässt sich abschätzen, dass ein einzelnes Wassermolekül nach seinem Verdunsten durchschnittlich nur etwa 10 Tage in der Atmosphäre verweilt, bevor es wieder in einem Tropfen, einer Schneeflocke oder einem Hagelkorn zu Boden geht.

Freitag, 1. Februar 2013

Tim Staeger
ARD-Wetterredaktion

 

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