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Wetterthema

12.10.2017

Sonnenschein am Wochenende

Am kommenden Wochenende baut sich ein kräftiges Hochdruckgebiet auf, das für mindestens 5 Tage unser Wetter bestimmen dürfte. Damit wär es das erste stabilere Hoch seit Juni. Leider ist die Sonne nicht mehr sehr kräftig und Nebel somit ein Thema.

Am Samstag lenken Tiefs über dem Nordmeer und dem Ostatlantik noch viele Wolken in den Norden Deutschlands. Deshalb sind dort lediglich 0 bis 3 Sonnenstunden zu erwarten. Meist ist es trocken, höchstens vereinzelt fällt mal etwas Nieselregen. Im übrigen Land setzt sich ein Hoch durch, dessen Schwerpunkt am Samstag über Norditalien liegt. Im Sommerhalbjahr könnten wir im Süden und in der Mitte ungestörten Sonnenschein erwarten. Doch Mitte Oktober ist die Sonne bereits relativ schwach. Inzwischen kann die Auflösung von Nebel- und Hochnebel aus der Nacht bis in den Nachmittag hinein dauern. Dort, wo die Sonne den ganzen Tag ungestört scheint, kann man 10 bis 11 Sonnenstunden erwarten. Im Süden sind es lediglich flache Nebelfelder in den Niederungen, welche den Sonnenschein reduzieren, in der Mitte sind zusätzlich noch ein paar hochnebelartige Wolkenfelder unterwegs. Mit 15 bis 23 Grad wird es relativ warm.

Am Sonntag hat sich das Hoch dann in nahezu ganz Deutschland durchgesetzt. Nur in Küstennähe vermindern noch Wolkenfelder den Sonnenschein, dort werden 4 bis 6 Sonnenstunden erwartet. Weiter landeinwärts scheint die Sonne außerhalb von Nebelgebieten ungestört für 10 bis 11 Stunden. Der Nebel lässt sich zwar nicht exakt vorhersagen, doch folgendes weiß man darüber: Im höheren Bergland spielt der Nebel am Sonntag keine Rolle. Dort ist die Luft Dank einer absinkenden Luftbewegung innerhalb des Hochs zu trocken. Auch in einem Streifen nördlich der Mittelgebirge spielt Nebel bei solchen Wetterlagen kaum eine Rolle. Ein leichter Südwestwind lässt die trockene Luft der Bergländer bis in die Niederungen absinken. Bis in die Niederungen der Mitte und des Südens schafft es diese Luft jedoch oftmals nicht. Dort bleibt eine feuchtere Luftschicht liegen, die für Nebel anfällig ist. Das ist typisch für das Winterhalbjahr. In der warmen Jahreszeit würde die Erwärmung der Sonne diese feuchtere Luft auch dort beseitigen. Am anfälligsten für den Nebel sind die Region vom Bodensee bis nach Ulm und der Oberrhein südlich von Karlsruhe. Dort ist der Wind aufgrund der Lage zu umliegenden Gebirgen besonders schwach und der Bodensee dienst als zusätzliche Feuchtequelle. Mit 16 bis 25 Grad wird es am Sonntag noch wärmer. Wegen der Nebelproblematik werden die höchsten Werte bei herbstlichen Hochdrucklagen oftmals nicht in den Niederungen, sondern in mittleren Lagen erreicht. Auch die erste Hälfte der kommenden Woche wird voraussichtlich noch freundliches Hochdruckwetter bringen.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Dr. Ingo Bertram
ARD-Wetterredaktion

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