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Wetterthema

09.08.2017

Himmelsprismen

Wie entstehen Regenbögen?

Verursacht wird das eindrucksvolle Farbenspiel durch die sogenannte Lichtbrechung an Regentropfen. Das von der Sonne kommende sichtbare Licht besteht aus vielen Farben, die in ihrer Gesamtheit Weiß erscheinen. Fällt nun ein solcher Lichtstrahl in einen nahezu kugelförmigen Regentropfen, so wird das Licht je nach Farbe unterschiedlich stark abgelenkt und ein Teil davon im Regentropfen in einem ganz bestimmten Winkel zurückreflektiert.

Hat man also die Sonne im Rücken und schaut auf eine Luftschicht, durch die gerade Regentropfen fallen, so gelangt der in den Tropfen zurückgeworfene Anteil des Sonnenlichts in seine Spektralfarben zerlegt das Auge des Betrachters. Dabei befindet sich Violett am inneren und Rot am äußeren Rand des Bogens, welcher umso größer ist, desto tiefer die Sonne steht. Denn aufgrund der Geometrie der Lichtablenkung in den Wassertropfen verschwindet der (Primär-) Regenbogen bei einem Sonnenstand von über 42 Winkelgrad unter dem Horizont. Im Sommer kann man das Naturschauspiel zur Mittagszeit also gar nicht beobachten.

Scheint die Sonne besonders intensiv, zeigen sich manchmal auch ein oder sogar mehrere Nebenbögen mit umgekehrter Abfolge der Spektralfarben. Diese entstehen durch zweifache oder sogar mehrfache Reflexion der Lichtstrahlen in den Regentropfen. Wegen der stärkeren Lichtschwächung beim längeren Weg durch das Wasser sind die Nebenbögen auch deutlich schwerer auszumachen als der Hauptbogen.

Am Ende des Regenbogens soll übrigens ein Schatz vergraben sein, den der Legende nach bisher noch niemand heben konnte.

Mittwoch, 9. August 2017

Tim Staeger
ARD-Wetterredaktion

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