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Wetterthema

12.07.2017

Starkregen

Tief „Xavier“ bringt am Mittwoch vor allem im Nordwesten hohe Regenmengen

Immer wieder hört man Zahlen wie: Innerhalb der letzten 24 Stunden sind 60 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das hört sich beeindruckend an, aber vielen fällt es schwer diese Niederschlagsmengen einzuschätzen. Eine Statistik von Starkniederschlägen gibt Aufschluss darüber, welche Regenmengen pro Tag als Jahrhundertereignis gelten.

Eine Untersuchung der täglichen Regenmengen zwischen 1951 und 2000 hat ergeben, dass in weiten Teilen Deutschlands 60 bis 80 Liter Regen pro Tag nur etwa einmal in 100 Jahren zu erwarten sind. Etwas höher liegen diese Werte im Schwarzwald und an den Alpen, wo erst Niederschläge über 100 Liter als besonders ungewöhnlich zu gelten haben.

Der deutschlandweite Rekord beträgt 312 Liter pro Quadratmeter, die am 12. August 2002 in Zinnwald im Erzgebirge gemessen wurden. Die darauffolgende Elbeflut ist für viele eine bleibende Erinnerung. Besonders gefährlich sind vor allem extrem intensive Platzregen, wie sie für ein starkes Gewitter typisch sind. Während des Unwetters am 29. Mai 2016, der in Braunsbach zu schweren Überschwemmungen mit verheerenden Schäden geführt hat, sind in der Region bis zu 65 Liter Regen innerhalb von nur einer Stunde gefallen. Bei Füssen im Allgäu sollen am 25. Mai 1920 innerhalb von nur 8 Minuten sogar 126 Liter Regen auf den Quadratmeter gefallen sein.

Mittwoch, 12 Juli 2017

Tim Staeger
ARD-Wetterredaktion

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