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Wetterthema

15.03.2017

Frühlingssonne

Bereits Mitte März kann man sich schon einen Sonnenbrand holen.

Nach dem Winter lechzen viele nach Sonne. Am Donnerstag gibt es reichlich davon, doch bereits so früh im Jahr sollte man über die Mittagsstunden den Sonnenschutz nicht vergessen.
Denn aktuell steigt die Sonne bereits so hoch auf, wie Mitte bis Ende September. Viele unterschätzen nach dem Winter die Gefahr eines Sonnenbrandes, auch weil die Haut noch ungebräunt und entsprechend empfindlicher ist als nach dem Sommer.

Elektromagnetische Wellen bestehen aus einem breiten Spektrum unterschiedlicher Frequenzen, von energiereichen Röntgenstrahlen mit Wellenlängen unter 0,1 nm (Nanometer) bis hin zu Radiowellen mit mehreren Metern Wellenlänge. Das sichtbare Licht umfasst einen relativ schmalen Bereich zwischen 380 und 750 nm. Ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter.

Unterhalb des violetten Lichts, also unterhalb von 380 nm beginnt der für unsere Augen unsichtbare ultraviolette Bereich. Je kürzer die Wellenlänge, desto energiereicher und damit für den Organismus schädlicher ist das Licht. Die Ozonschicht in der Stratosphäre filtert einen Großteil der besonders gefährlichen UV-B-Strahlung zwischen 315 und 280 nm, die längerwellige UV-A-Strahlung zwischen 315 und 380 nm erreicht jedoch zum Teil den Erdboden und verursacht in hohen Dosen den Sonnenbrand und mitunter auch Hautkrebs.

Die Intensität der UV-Strahlung wird durch einen Index charakterisiert, der in Deutschland im Hochsommer den Wert 8 annehmen kann. In den Alpen ist sogar ein UV-Index bis 9 möglich, da in höheren Atmosphärenschichten nicht so viel UV-Strahlung von der Atmosphäre gefiltert wird wie am Erdboden. In den Tropen sind Index-Werte über 12 möglich, in den tropischen Anden wurden schon Spitzenwerte über 17 registriert.

Am Donnerstag ist die UV-Belastung in der Nordhälfte bei strahlendem Sonnenschein mit Werten um 3 mäßig hoch. Inder Südhälfte ist die Belastung mit einem Index von 4 bereits etwas erhöht. Hier sollte man sich in den Mittagsstunden zwischen 11:00 und 15:00 Uhr nicht länger als 30 Minuten der direkten Sonnenstrahlung aussetzen. Die sogenannte Eigenschutzzeit der Haut hängt vom Hauttyp ab. In Deutschland überwiegt mit einem Anteil von etwa 80 Prozent der sogenannte gemischte Hauttyp 3. Bei einem Index von 8 im Hochsommer bekommt man mit diesem Hauttyp bereits nach 20 Minuten einen Sonnebrand. Kleinkinder bis zu einem Jahr sollten mittags überhaupt nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Am besten schützt man sich schon jetzt mit einer Sonnecrème mit Lichtschutzfaktor 10 bis 15. Dadurch verlängert sich die Dauer bis zum Sonnenbrand um den verwendeten Faktor, also um das 10 bis 15-fache. Zudem sollte man seine Augen mit geeigneten Sonnenbrillen vor zu starker UV-Strahlung schützen, um dem Risiko an Grauem Star zu erkranken entgegenzuwirken. Dann steht einem ausgedehnten Sonnenbad jedoch nichts mehr im Wege.

Mittwoch, 15. März 2017

Tim Staeger
ARD-Wetterredaktion

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