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Wetterthema

29.08.2013

Sommer 2013

Am Sonntag endet der Sommer - zumindest für die Meteorologen. Zeit für einen Rückblick.

Mit durchschnittlich 17,8 Grad waren die Monate Juni, Juli und August um 1,5 Grad wärmer als das Mittel aus dem Referenzzeitraum zwischen 1961 und 1990. Zudem war es der trockenste Sommer seit 2003 und auch die Sonne schein nach einem trüben Frühjahr um 18 Prozent länger als üblich. Das meldet der Deutsche Wetterdienst nach ersten Auswertungen seiner etwa 2000 Messstationen.

Dabei startete der Sommer Anfang Juni zunächst mit extremen Hochwässern in den Einzugsgebieten von Donau und Elbe. Doch danach bestimmten vor allem Hochdruckgebiete das Wettergeschehen in Mittel- und Nordeuropa, die in Verbindung mit nördlichen Winden zunächst für eine angenehmes Temperaturniveau und recht trockene Luft sorgten.

Doch bereits Mitte Juni drehte die Strömung kurzfristig auf Südwest und führte feucht-heiße Saharaluft nach Deutschland. In Kitzingen wurden am 19. Juni bereits 37,1 Grad gemessen. Noch heißer und schweißtreibender waren die hochsommerlichen Hitzewellen Ende Juli und Anfang August. Am 27. Juli wurden in Rheinfelden 38,6, am 2. August in Geilenkirchen 38,4 Grad gemessen.

Vor allem kräftige Gewitterschauer am Ende der Hitzewellen brachten lokal ergiebige Niederschlagsmengen. Unterm Strich fielen bundesweit mit 190 Litern pro Quadratmeter nur 79 Prozent der normalen Regenmenge. Besonders trocken war es in Hessen wo sogar nur etwa die Hälfte der üblichen Regenmenge fiel.

Neben Trockenheit ist Sonnenschein ein weiteres Merkmal sommerlicher Hochdrucklagen. So verwundert es nicht, dass mit 704 Stunden durchschnittlich 18 Prozent länger die Sonne schien als im langjährigen Mittel. Besonders sonnig war es hierbei an der Ostsee, weswegen Mecklenburg-Vorpommern mit 782 Stunden als sonnenscheinreichstes Bundesland das Rennen gemacht hat.

Mit einer Temperaturabweichung von +1,5 Grad reicht der Sommer 2013 zwar bei weitem noch nicht an den Rekordsommer 2003 heran, in dem die Abweichung +3,3 Grad betrug. Trotzdem hat es 2013 bei der Temperatur unter die Top 10 geschafft.

Alles in allem konnte man also nicht meckern über das Wetter des ausklingenden Sommers. Zumal auch der September noch für spätsommerliche Witterungsabschnitte gut sein kann, wenn das dann auch in Herbststatistik einfließen wird. In der Tat deutet sich nach einem leichten Temperaturrückgang am Sonntag für kommende Woche bereits wieder eine Südwestlage an, bei der die Temperatur vielerorts wieder über die 25-Grad-Marke klettern wird. Das wären dann weitere offizielle Sommertage, obwohl es dann amtlich bereits schon Herbst sein wird.


Donnerstag, 29. August 2013

Tim Staeger
ARD-Wetterredaktion

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