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Wetterthema

03.05.2013

Waldbrandgefahr

Im Brandenburg wird am Samstag die höchste Gefahrenstufe erreicht.

Aufgrund der anhaltend trockenen Witterung ist die Waldbrandgefahr im Nordosten Deutschlands deutlich erhöht. Zudem ist um diese Jahreszeit die Belaubung der Bäume und niedrigen Pflanzen noch nicht abgeschlossen, wodurch der Waldboden schneller austrocknet, als bei vergleichbarer Witterung im Sommer. Dagegen ist in der Südosthälfte, wo es in den vergangenen Tagen immer wieder zum Teil kräftige Schauer und Gewitter gegeben hat, sprichwörtlich alles im grünen Bereich.

Die Waldbrandgefahr wird, wie international üblich in fünf Gefahrenstufen unterteilt und reicht von Stufe 1 (sehr gering) bis Stufe 5 (sehr hoch). Bei der Ermittlung der Gefahrenstufe werden die Höchsttemperatur, die relative Luftfeuchte, die Windgeschwindigkeit und natürlich die Niederschlagssumme berücksichtigt. Weiterhin spielt der Vegetationsstand eine bedeutende Rolle, weswegen anhand von sogenannten Zeigerpflanzen der Entwicklungsstand der Pflanzen abgeschätzt wird.

Die unterschiedlichen Baumarten werden hinsichtlich ihrer Zünd- und Brennfähigkeit in drei Klassen eingeteilt. Dadurch wird es möglich die unterschiedlichen Waldlandschaften hinsichtlich ihres Baumbestandes zu bewerten und regionale Korrekturen der Gefährdungsstufen vorzunehmen. Der Deutsche Wetterdienst berechnet routinemäßig die Waldbrandgefahr in Deutschland und stellt täglich aktualisierte Gefahrenkarten im Internet bereit.

In den gefährdeten Regionen verbietet sich selbstredend offenes Feuer abseits ausgewiesener Grillstellen. Auch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe kann bereits einen Brand auslösen. Selbst eine Glasscherbe oder die Abwärme eines Motors kann trockenes Gras entfachen. Also sollte man in den kommenden Tagen in den besonders gefährdeten Gebieten besondere Vorsicht walten lassen, zumal sich an der aktuellen Wetterlage mit einem trockenen Norden und einem eher unbeständigen Süden auch mittelfristig nichts Grundlegendes ändern wird.

Freitag, 3. Mai 2013

Tim Staeger
ARD-Wetterredaktion

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